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Alle meine Söhne

Chris möchte eigentlich nur kurz bei seinen Eltern Joe und Kate auftauchen, um ihnen möglichst schonend eine wichtige Entscheidung mitzuteilen: Er möchte die einstige Verlobte seines Bruders, der bei einem Flugzeugunglück im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam, selbst heiraten. Aber die Nachricht lässt sich gar nicht so leicht überbringen, denn Chris‘ Mutter glaubt auch Jahre nach dem Krieg noch daran, dass ihr Sohn lebt und eines Tages wieder in der Tür stehen wird. Und zudem ist die Verlobte Ann die Tochter von Joes früherem Geschäftspartner aus Kriegszeiten. Gemeinsam haben Joe und er Flugzeugteile für die Armee produziert, wobei eine fehlerhafte Charge Ventile zu mehreren Flugzeugabstürzen geführt hat. Anns Vater wurde daraufhin verhaftet und musste ins Gefängnis, Joe konnte keine Beteiligung nachgewiesen werden. Aber ist er wirklich so unschuldig, wie er tut? Chris möchte Licht in die totgeschwiegene Vergangenheit bringen und führt mit seiner Verlobten Ann die losen Enden der Geschichte zusammen. Geschrieben 1948 stellt Arthur Millers Drama die Frage nach Verantwortung und deckt anhand eines psychologisch fein gezeichneten Familienporträts ein Verbrechen auf, das alle gern vergessen würden.

von Arthur Miller

Deutsch von Berthold Vioertel

überarbeitet von Bernd Schmidt

Regie & Sound Design: Jonathan Heidorn 

Bühne: Florence Schreiber

Kostüm: Annabelle Gotha

Dramaturgie: Jens Paulsen

Premiere: 2. Oktober 2026, Theater Kiel, Schauspielhaus

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