„Beinahe unheimlich ist das Idyll, das Jonathan Heidorn zum Spielzeitauftakt am Kieler Schauspielhaus in seiner Inszenierung von „Alle meine Söhne" beschwört (Bühne: Florence Schreiber, Kostüme: Annabelle Gotha).“
Schleswig-Holsteinische Landeszeitung
„Genau diese Überhöhung prägt den Raum. Heidorn, Schreiber und Gotha wollten Millers Nachkriegsamerika nicht wie in einer kleinen Schneekugel konservieren. Der Garten der Kellers ist ein pastellfarbenes Barbiehaus, vielleicht in den Fünfzigern, vielleicht heute, mit Springbrunnen, Golfbahn und Kiesbett. Das Leben, das dem Garten abgeht, wandert auf die Kostüme. Gotha hat sie mit floralen Mustern versehen, passend zu einer Welt, die so sauber wirkt, als hätte es den Krieg nie gegeben und als klebe an nichts hier Blut. Das Konzept erstreckt sich bis in die Details. (…) Jonathan Heidorn zeigt einen zeitlosen Klassiker in einer tollen, konsequent durchdachten Inszenierung.“
Stadtmagazin KIELerleben
„Am Ende hat jeder seine eigene Wahrheit, erkennt man in der kleinen Stilisierung und der Selbstvergewisserung die Lügen und das Profitstreben, die Miller seine Figuren aufsagen lässt. Und manchmal entstehen drohende Leerräume, wenn er die eben noch körperlich nahen Figuren brutal auseinandersprengt.“
Kieler Nachrichten